„Familie, aber anders“

So lautet das Titelthema der aktuellen ZEIT (4.7.2019). Darin heißt es: „Das klassische Vater-Mutter-Kind-Modell ist nicht mehr selbstverständlich. Viele Menschen suchen heute ihr Glück in Lebensgemeinschaften mit Freunden oder Fremden – als gute Methode gegen die Einsamkeit“. Und weiter: [Deutschland ist] „ein Land, in dem 40 Prozent der etwa 40 Millionen Haushalte von einer einzelnen Person bewohnt werden. Ein Land, in dem Statistiker immer weniger klassische Kleinfamilien zählen, dafür inzwischen 2,6 Millionen Mütter und Väter, die ihre Kinder allein großziehen. Ein Land, in dem die Zahl der alten Menschen so rasant wächst, dass in 20 Jahren jeder fünfte Einwohner 67 Jahre und älter sein wird. Ein Land, in dem die Jungen für Ausbildung und Jobs in die Städte ziehen, wo sie spätestens, wenn Kinder kommen, kaum noch bezahlbaren Wohnraum finden, während die Alten allein zurückbleiben, abhängig von überlasteten Pflegekräften.

Flexibel, mobil, ständig verfügbar – eine Gesellschaft, in der alle nach Unabhängigkeit und Individualität streben, hat ihren Preis. Einsamkeit und Überlastung sind heute keine Ausnahme mehr, sondern längst auch in den Familien angekommen. Zwischen den Generationen fehlt es an Unterstützung. Die Alten beklagen, dass sie von ihren Kindern nichts mehr mitbekommen, und die fühlen sich von den eigenen Eltern alleingelassen. Die klassische Kleinfamilie aus Mutter, Vater, Kind hält dieser Zerreißprobe nicht stand. Junge Väter und Mütter reiben sich, angetrieben durch absurde Perfektionsfantasien, zwischen Kindern und Karriere dermaßen auf, dass Wissenschaftler bereits vom „Eltern-Burn-out“ sprechen.

Kein Wunder, dass eine neue Sehnsucht nach Gemeinschaft wächst. Nach einem Leben, in dem jeder entlastet, aufgefangen und getröstet wird. Manche romantisieren die untergegangene Großfamilie, andere die Idylle der Dorfgemeinschaft. Und einige machen sich auf und wagen etwas Neues.

Wie wollen wir zusammenleben? Diese Frage ist längst nicht mehr privat – sie ist hochpolitisch. Denn es geht um nicht weniger als den sozialen Zusammenhalt unserer Gesellschaft und das Miteinander der Generationen.“

Das sehen wir genauso!

In dem Artikel werden verschiedene Projekte vorgestellt, u.a. auch die „Freie Hütte“, ein Projekt des Mietshäuser Syndikats in Lübeck. Lesen lohnt sich!

Erste Eindrücke vom Haus

Bildquelle: Dipl.-Ing.(TU) Dirk Böhme (Cottbus) / Dennis Winkler (Bremen)

Gestern haben wir mit den anderen Baugruppen am dritten und letzten Gestaltungsgremium der Stadt Bremen teilgenommen und freuen uns Euch nun einen Entwurf bzw. ein Modell unseres Hauses präsentieren zu können 🙂 Den linken Teil des Hauses werden wir bewohnen, im rechten Teil wird waller wohnen einziehen. Für die nächsten Monate steht jetzt hauptsächlich die Ausarbeitung des Bauantrags auf unserer Agenda.

© Dipl.-Ing.(TU) Dirk Böhme (Cottbus) / Dennis Winkler (Bremen)
Blick auf den Dedesdorfer Platz mit Modellen der 3 Baugruppen-Häuser.
Entwürfe von links nach rechts: J. Unland (Bremen), T. Isselhard (Verden), Dipl.-Ing.(TU) Dirk Böhme (Cottbus) / Dennis Winkler (Bremen)

Demo für den Erhalt des Namens „Weserstadion“

In Bremen haben heute ca. 500 Fans für den Erhalt des Namens „Weserstadion“ demonstriert. Was das mit uns zu tun hat? Die Stadt Bremen und der SV Werder stehen zurzeit in Verhandlungen mit der „Wohninvest Holding GmbH“, demnach soll das Stadion schon bald in „Wohninvest Weserstadion“ umbenannt werden. Die Firma Wohninvest wird für ihr Geschäftsmodell kritisiert, das nach Meinung vieler Fans auf Profit durch Verdrängung auf dem Wohnungsmarkt basiert. Mit der sozialen Verantwortung eines Vereins wie Werder Bremen sei dies nicht zu vereinbaren.

www.meinwerder.de/news_artikel,-500-fans-gegen-den-wohninvestdeal-_arid,1836463.html

Hier passiert was!

Der Zaun am Rande des Dedesdorfer Platzes ist seit neuestem bunt geschmückt und gibt einen Vorgeschmack auf all das, was uns & Euch in der nächsten Zeit erwartet 🙂 Während die Bauarbeiten zur Freiraumgestaltung voranschreiten, sind auch wir fleißig dabei die Gestaltung unseres Hauses zu konkretisieren. Im Juni können wir Euch dann hoffentlich endlich etwas präsentieren – seid gespannt!

Gründung unserer GmbH

Einen neuen Meilenstein konnten wir vor kurzem erreichen: Wir sind nun als wallerleben Bau GmbH im Handelsregister eingetragen. Die GmbH ist in der Hand des wallerleben e.V., dient der Verwaltung der Direkt- und Bankkredite und organisiert den Hausbau.

Durch die zukünftige Mitbeteiligung des Miethäusersyndikates als zweiter Gesellschafterin wird sichergestellt, dass die Gelder und das Eigentum nicht persönlich angeeignet werden können. Im Gesellschaftsvertrag wurden die ausschließlich ideellen Ziele der Gesellschaft festgelegt. Die Arbeit für die GmbH erfolgt durch uns ehrenamtlich, sodass wir weitestgehend kostenneutral arbeiten.

Baugemeinschaften stellen sich der Öffentlichkeit vor

Am Dienstag, den 26. Februar sind die Baugemeinschaften des Dedesdorfer Platzes zur Sitzung des Fachausschusses „Quartiersentwicklung“ des Beirates Walle eingeladen und stellen sich dort der Öffentlichkeit vor. Alle interessierten Menschen, aber vor allem natürlich unsere zukünftige Nachbarschaft, sind herzlich zu der Sitzung eingeladen. Der Tagesordnungspunkt ist auf eine knappe Stunde angesetzt. Es wird eine Präsentation sowie eine offene Fragerunde geben. Die Sitzung beginnt um 18.00 Uhr und findet im Ortsamt West statt. Wir freuen uns, wenn der Saal voll wird! 🙂