Stadt.Teil.Raum

Um nach unserem Umzug nach Walle einen kulturellen und sozialen Beitrag im Stadtteil zu leisten, möchten wir Baugruppen Räume und Angebote zur öffentlichen Nutzung schaffen: eine Fahrradwerkstatt, eine allgemeine Selbsthilfe-Werkstatt, eine Lebensmittelkooperative und ein Foyer.

Um diese Projekte zu realisieren, benötigen wir noch finanzielle Unterstützung! Es winken viele attraktive Dankeschöns 🙂

Mehr Infos unter: www.startnext.com/stadt-teil-raum. Folgt der Kampagne auch gerne auf Facebook, Twitter oder Instagram!

Blick über den Tellerrand

Für die meisten wahrscheinlich nicht neu und überraschend, aber: Wir Baugruppen der Waller Mitte sind nicht die einzigen in Bremen.

In Bremen-Osterholz entsteht zurzeit das sozial-ökologische Modellquartier Ellener Hof, das auf Nachhaltigkeit, sozialen Austausch und den Baustoff Holz setzt. Dort wollen unter anderem vier Baugruppen im Frühjahr mit ihren Bauvorhaben beginnen. Besonders freut uns natürlich, dass mit dem „Gut´s Haus“ auch ein zukünftiges Miethäuser-Syndikats-Projekt mit dabei sein wird! Über das „soziale Ökodorf“ gibt es im Weser-Kurier einen aktuellen Bericht.

Viel Wirbel gab es in letzter Zeit um das Wohnprojekt „Stark wohnen in Schwachhausen“. Der Streit zwischen der Baugruppe und einem Investor wurde Ende November in der Baudeputation behandelt. Mehr Infos auch hierzu im Weser Kurier.

In besagter Deputationssitzung unterstrich die Bausenatorin Maike Schaefer, dass Baugemeinschaften in Bremen ausdrücklich gewollt sind. Das ist schön zu hören!

Bauantrag eingereicht

Wir haben unseren Bauantrag eingereicht! Damit sind wir unserem Projekt wieder einen wichtigen Schritt näher gekommen 🙂

Ein großes Dankeschön geht dabei an unseren fleißigen Architekten, der in den letzten Wochen und Monaten Pläne finalisiert, bautechnische Nachweise eingeholt, die Entwurfsbeschreibung verfasst und sich durch diverse Formulare gearbeitet hat! Und ein kleines Dankeschön an unsere Geschäftsführer*innen, die vom Unterschreiben auf gefühlt jeder zweiten Seite fast schon einen Muskelkater bekommen haben 😉

„Zukunftsbild Walle Central 2040“

Unter diesem Motto wird derzeit ein Konzept verhandelt, das die soziale und wirtschaftliche Entwicklung des zentralen Waller Ortsteils vorantreiben soll. Ausgangslage sind die steigenden Verkehrszahlen, die Nachfragen vieler Bürger*innen nach einem beruhigten, kooperativen Verkehr sowie der schlechte Zustand vieler Straßen.

Das Konzept wurde vom Waller Beirat erarbeitet und in den letzten Monaten dem Bauressort und dem Amt für Straßen und Verkehr vorgestellt. In einem ersten öffentlichen Workshop – an dem auch wir Ende September teilgenommen haben – wurden die verschiedenen Ideen eifrig diskutiert. Am 25. Oktober wird es eine zweite Veranstaltung geben.

Bei dem Treffen sollen die Ergebnisse des ersten Workshops erörtert, Prioritäten gesetzt und gemeinsam überlegt werden, welche Möglichkeiten es gibt, dem Zukunftsbild Walle näher zu kommen. Wir sind gespannt!

Platzeröffnung

Am 7. September war es endlich soweit: Der „neue“ Dedesdorfer Platz, auch „Waller Mitte“ genannt, wurde offiziell eingeweiht. Zu dem Fest kamen mehrere hundert Besucher*innen, die die Neugestaltung feierten. Auch wir waren selbstverständlich mit dabei und haben mit unseren neuen Nachbar*innen viele interessante Gespräche geführt. Wir freuen uns schon auf das nächste Fest – vielleicht zum Baubeginn?! 😉

www.weser-kurier.de/bremen/bremen-stadt_artikel,-im-fruehjahr-ist-die-waller-mitte-gruen-_arid,1858659.html

Auf dem Weg zum Bauantrag…

Bildquelle: Dipl.-Ing.(TU) Dirk Böhme (Cottbus) / Dennis Winkler (Bremen)

Wir arbeiten fleißig weiter an der Ausarbeitung des Bauantrags. Auf dem monatlichen Treffen mit unserem Architekten haben wir am letzten Wochenende die entsprechenden Pläne, d.h. Grundrisse, Schnitte und Ansichten besprochen. Außerdem haben wir das Leistungsprogramm inkl. Bauteilbeschreibung als Diskussionsgrundlage zur Angebotsentwicklung eines Generalunternehmens erstellt. Wir sind gespannt auf die ersten Gesprächsergebnisse!

„Familie, aber anders“

So lautet das Titelthema der aktuellen ZEIT (4.7.2019). Darin heißt es: „Das klassische Vater-Mutter-Kind-Modell ist nicht mehr selbstverständlich. Viele Menschen suchen heute ihr Glück in Lebensgemeinschaften mit Freunden oder Fremden – als gute Methode gegen die Einsamkeit“. Und weiter: [Deutschland ist] „ein Land, in dem 40 Prozent der etwa 40 Millionen Haushalte von einer einzelnen Person bewohnt werden. Ein Land, in dem Statistiker immer weniger klassische Kleinfamilien zählen, dafür inzwischen 2,6 Millionen Mütter und Väter, die ihre Kinder allein großziehen. Ein Land, in dem die Zahl der alten Menschen so rasant wächst, dass in 20 Jahren jeder fünfte Einwohner 67 Jahre und älter sein wird. Ein Land, in dem die Jungen für Ausbildung und Jobs in die Städte ziehen, wo sie spätestens, wenn Kinder kommen, kaum noch bezahlbaren Wohnraum finden, während die Alten allein zurückbleiben, abhängig von überlasteten Pflegekräften.

Flexibel, mobil, ständig verfügbar – eine Gesellschaft, in der alle nach Unabhängigkeit und Individualität streben, hat ihren Preis. Einsamkeit und Überlastung sind heute keine Ausnahme mehr, sondern längst auch in den Familien angekommen. Zwischen den Generationen fehlt es an Unterstützung. Die Alten beklagen, dass sie von ihren Kindern nichts mehr mitbekommen, und die fühlen sich von den eigenen Eltern alleingelassen. Die klassische Kleinfamilie aus Mutter, Vater, Kind hält dieser Zerreißprobe nicht stand. Junge Väter und Mütter reiben sich, angetrieben durch absurde Perfektionsfantasien, zwischen Kindern und Karriere dermaßen auf, dass Wissenschaftler bereits vom „Eltern-Burn-out“ sprechen.

Kein Wunder, dass eine neue Sehnsucht nach Gemeinschaft wächst. Nach einem Leben, in dem jeder entlastet, aufgefangen und getröstet wird. Manche romantisieren die untergegangene Großfamilie, andere die Idylle der Dorfgemeinschaft. Und einige machen sich auf und wagen etwas Neues.

Wie wollen wir zusammenleben? Diese Frage ist längst nicht mehr privat – sie ist hochpolitisch. Denn es geht um nicht weniger als den sozialen Zusammenhalt unserer Gesellschaft und das Miteinander der Generationen.“

Das sehen wir genauso!

In dem Artikel werden verschiedene Projekte vorgestellt, u.a. auch die „Freie Hütte“, ein Projekt des Mietshäuser Syndikats in Lübeck. Lesen lohnt sich!

Erste Eindrücke vom Haus

Bildquelle: Dipl.-Ing.(TU) Dirk Böhme (Cottbus) / Dennis Winkler (Bremen)

Gestern haben wir mit den anderen Baugruppen am dritten und letzten Gestaltungsgremium der Stadt Bremen teilgenommen und freuen uns Euch nun einen Entwurf bzw. ein Modell unseres Hauses präsentieren zu können 🙂 Den linken Teil des Hauses werden wir bewohnen, im rechten Teil wird waller wohnen einziehen. Für die nächsten Monate steht jetzt hauptsächlich die Ausarbeitung des Bauantrags auf unserer Agenda.

© Dipl.-Ing.(TU) Dirk Böhme (Cottbus) / Dennis Winkler (Bremen)
Blick auf den Dedesdorfer Platz mit Modellen der 3 Baugruppen-Häuser.
Entwürfe von links nach rechts: J. Unland (Bremen), T. Isselhard (Verden), Dipl.-Ing.(TU) Dirk Böhme (Cottbus) / Dennis Winkler (Bremen)